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Verlosungsgeschichte 1 – Der Augenblick


Zum Dank an meine 155 Follower auf meiner Autoren Seite auf FB Yui Spallek, hatte ich eine kleine Verlosung gestartet und eine 1-seitige Geschichte für das OTP des Gewinners verlost. Leider war der Ansturm nicht so dolle und daher habe ich beschlossen den beiden Teilnehmern je eine Geschichte zu schreiben. ^^

Hier ist nun die, der ersten Gewinnern.
Pairing: Serenity-Pluto

Viel Spaß!

—————————————

Der Augenblick

Serenity lugte hinter der weißen Säule hervor und lauschte. Es war nichts zu hören. Und soweit sie sehen konnte, war ihr auch Niemand gefolgt. Sehr gut. Also weiter. Hastig drückte sie die vielen Lagen ihres weißen Kleides gegen ihre Brust und rannte los, so schnell sie ihre kleinen, nackten Füße trugen. Ihre kurzen Zöpfchen flogen im Wind bis plötzlich … flatsch. Sie hatte wohl eine Lage Kleid übersehen. Dieser blöde Fetzen! Missmutig rieb sich Serenity ihre Nase und schluckte die aufkommenden Tränen über die angestoßenen Knie hinunter. Dann richtete sie sich wieder auf. Dieses Mal hob sie das Kleid so an, wie sie es gelernt hatte, mit beiden Händen an zwei tiefen Stellen, und lief etwas langsamer. Als sie endlich vor dem großen Tor angekommen war, blickte sie daran hinauf. Ihre Augen wurden groß. Es war wirklich mächtig. Ob es stimmte, was ihre Mama erzählt hatte? Vorsichtig berührte sie die beiden riesigen Türen und richtete ihre Augen auf den Spalt, der andeutete, dass dies hier nicht nur als Tor bezeichnet wurde, sondern auch eines war.

Hallo?“, fragte sie und fügte dann noch eilig hinzu: „Bist du da, guter Geist?“ Es folgte Stille. Ob er nicht da war? Ihre Mama hatte sie noch nie angelogen!

Sie versuchte es noch einmal.

Guter Geist? Bist du da drüben?“

Hier ist kein guter Geist. Nur ich,“ kam die zögerliche Antwort. Serenity schreckte zurück und hätte vor Überraschung beinah erneut Bekanntschaft mit dem Boden gemacht. Wenn auch dieses Mal mit dem Hinterteil. Doch sie fing sich hastig wieder.

Also gibt es dich doch!“ Begeistert klatschte die junge Prinzessin in die Hände. „Ich wusste, Mama lügt mich nicht an.“

Wer ist denn deine Mama?“ Erneut drang die Stimme zu ihr herüber und Serenity drückte ihre Nase an die Tür bei dem Versuch etwas durch den Spalt zu erkennen.

Königin Selene. Sie ist wunderschön und klug und alle gehorchen ihr. Du auch, guter Geist?“

Ich … ja. Ich kenne deine Mama. Aber ich bin kein guter Geist.“

Oh. Aber wo ist dann der gute Geist? Meine Mama hat gesagt, hinter dem großen Tor wacht ein guter Geist. Das ist ja komisch.“ Serenity hatte aufgegeben, etwas erkennen zu können, und fuhr mit ihrem Finger an der Tür entlang, während sie mit der anderen Seite sprach.

„Was machst du denn dann auf der anderen Seite? Wohnst du da?“ Erneute eine kurze Pause, bevor die Antwort kam.

„Ja schon. Ich passe auf.“

„Worauf denn?“

„Das niemand durch das Tor kommt.“

„Warum darf denn niemand durch das Tor?“

„Na, damit die Königin sicher ist. Und du wohl auch.“

„Ach so.“ Das blonde Mädchen wandte sich um und lehnte sich gegen die mächtigen Türflügel.

„Ist das nicht ziemlich langweilig?“

„Manchmal schon.“ Nun war es Serenity, die über eine Antwort nachdachte.

„Mir ist auch oft langweilig. Hier gibt es nicht so viele Kinder zum Spielen. Und Luna und Artemis nerven oft.“ Von der anderen Seite erklang ein Lachen und Serenity musste grinsen. Der Klang gefiel ihr.

„Ich muss jetzt auch wieder gehen. Sonst finden sie mich hier und es gibt Ärger. Aber ich komme wieder, ja?“

„Ich warte auf dich.“

Doch Serenity kam nicht wieder. Ihr Abenteuer mit dem guten Geist blieb einmalig.

Die Wächterin des Tores zu Raum und Zeit vergaß dieses Treffen jedoch nie. Außer Königin Selene hatte sie nie zuvor jemanden gehört oder gesehen. Nur die Erbin des Silberkristalls hatte mit ihrer Kraft zu ihr sprechen können und Pluto hatte dieses Ereignis tief in ihrem Herzen bewahrt und gewartet. Manchmal voller Ungeduld. Manchmal mit einem Lächeln auf den Lippen. Aber nie wütend oder gekränkt. Sie hatte selbst in diesen jungen Jahren ihre Aufgabe gekannt und wusste, dass es Serenity verboten war, sich dem Tor zu nähern. Doch sie glaubte fest daran, dass auch die Prinzessin tief in ihrem Inneren nie den guten Geist vergaß, mit dem sie einst gesprochen hatte. Vermutlich hatte sie Pluto deswegen später so schnell vertraut und sie als eine ihrer Kriegerinnen akzeptiert. Und vielleicht hatte die Prinzessin bereits damals Plutos Herz für sich gewonnen.

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„I’m the one you love to hate!“ (Puppyshipping/YuGiOh) Chapter 3


Als Seto Kaiba an diesem Samstag aus seiner Limousine stieg
und die Treppen zu seinem Haus erklomm, war es erst viertel nach Fünf. Eine
ungewöhnliche Uhrzeit. Zumindest für den jungen Firmenchef, der normalerweise,
selbst am Wochenende, seine Arbeit nie vor 18 Uhr beendete.

Doch heute war es eben anders. Warum? Nun, das wusste er
selbst nicht so genau. Oder vielmehr er wollte nicht so wirklich darüber
nachdenken. Er war unruhig gewesen, egal was er heute angepackt hatte. Immer
wieder waren seine Gedanken zu seinem Haus zurückgekehrt und er hatte sich
gefragt, was dort wohl vor sich ging. Er hatte es darauf geschoben, dass er die
letzte Nacht zu wenig Schlaf bekommen hatte. Zumindest anfänglich. Denn im
Nachhinein glaubte er einfach, dass es ihm nicht gefiel einen beinah Fremden in
seinem Haus herumlaufen zu wissen, wenn er selbst nicht dort anwesend war.

Nein, er vertraute niemanden und auch wenn er glaubte, dass
Wheeler nicht wirklich dazu in der Lage war dort etwas anzustellen, so war ihm
unwohl bei diesen Gedanken gewesen.

Obwohl er unglaublich unschuldig und friedlich ausgesehen
hatte, als Seto das Zimmer heute morgen verlassen hatte. Er hatte ihn noch nie
so gesehen. Wie auch? Normalerweise schlief er nicht in einem Bett mit ihm.

Womit er wieder zu seiner Schlaflosigkeit kam, die er einzig
und allem dem Köter zu verdanken hatte! Seto war es eindeutig nicht gewohnt
jemanden, egal wen, neben sich liegen zu haben. Daher hatte er kaum ein Auge
zugemacht.

Gut, er selbst hatte ihn regelrecht gezwungen zu bleiben,
dennoch war seine Wut auf den Blonden wie immer groß. Wieso musste er sich auch
immer so ungebührlich verhalten? Seto verstand selbst nicht, wie er ihn um sich
haben konnte. Vermutlich nur, weil sie im Bett mehr als gut zurecht kamen und
zu dieser Zeit nicht wirklich gesprochen oder gedacht, sondern mehr gefühlt
wurde.

Wie auch immer. Kaibas Gedanken wurden jäh unterbrochen, als
er die Tür zu seinem Haus geöffnet bekam und er einen Augenblick später schon
mit fröhlichem Lachen und Schreien konfrontiert wurde, welches durch die ganze
große Vorhalle drang.

Innerlich überrascht, äußerlich dennoch sein Pokerface
wahrend, blickte er seinen obersten Hausdiener an, der sich sofort verbeugte
und dann sprach.

„Verzeiht, Herr Kaiba. Der junge Herr und ihr Besuch
befinden sich im Videozimmer und…“ Nakanishi brach sofort ab, als Kaiba seine
Hand hob, um ihn zum Schweigen zu bringen. Er hatte genug gehört.

Wheeler war also immer noch hier? Das hatte er nicht
wirklich erwartet. Dennoch war er sich sofort sicher, dass Mokuba dafür
verantwortlich war. Wie oft hatte er sich schon beklagt keinen Spielkameraden
hierher einladen zu dürfen, was Seto natürlich nur verbot, wenn er selbst nicht
zu Hause war. Was allerdings nicht wirklich oft vorkam.

Der Brünette gab seinen Aktenkoffer und seinen Mantel an
seinen Diener ab, der genau wusste, dass es eine große Ausnahme war, den Koffer
verwahren zu dürfen und begab sich schnurstracks durch die Vorhalle in den
unteren Flur, nur um von dort das Videozimmer zu erreichen.

Die Tür war sperrangelweit offen und neben dem Lachen und atemlosen
Worten der beiden Jungen, vernahm er nun auch noch die Melodie eines Liedes,
als er auch schon in den Türrahmen trat und die Szene vor sich erblickte.

Eigentlich hatte er etwas sagen wollen, doch als er das
Lachen auf den beiden Gesichtern sah, hielt er inne und lehnte sich mit
verschränkten Armen in den Türrahmen, um das Schauspiel, welches sich ihm bot,
weiter zu studieren.

Mokuba und Joey spielten eine verbesserte Version des
bekannten Spieles Dance Dance Revolution und sprangen wild auf zwei Matten
herum, die vor dem riesigen Flachbildschirm, welcher an der Wand hing,
aufgebaut worden waren.

Immer wieder, wenn einer von beiden einen Fehler beging oder
nicht mehr mitkam, wurde ein Kommentar oder ein Lachen losgelassen und Kaiba
kam es so vor, als hätte er seinen Bruder lange nicht mehr so voller Elan
erlebt.

Sein kleiner Bruder hatte seine Weste abgelegt, die Ärmel
seines Shirt nach oben gekrempelt und seine Haare zusammengebunden.

Und auch Joey schien seinen Spaß zu haben. Sein blondes Haar
war leicht zerzaust und sein Shirt war verschwitzt als er sich bei einer
leichteren Bewegung mit seinem Arm den Schweiß von der Stirn wischte.

Die Zwei mussten dieses Spiel seit Stunden absolvieren.

Es war schließlich Mokuba, der seinen Bruder zuerst
bemerkte, als er eine Drehung in seine Fußkombination mit einbrachte und sein
Blick unweigerlich zur Tür fiel.

„Nii-san!“ Sofort hatte der Kleine das Spiel vergessen und
rannte freudestrahlend auf den Größeren zu, um diesen zu umarmen. Er hatte
eindeutig nicht mit ihm gerechnet. Wie auch? Seto selbst war es ja nicht
gewohnt so früh zu Hause zu sein. Er strich dem Jüngeren sanft über das Haar,
als er dessen glänzenden Augen traf.

„Es war so toll, Nii-san!! Kann Joey nicht öfter hier
bleiben? Wir haben den ganzen Tag gespielt! Und er ist wirklich gut! Ich hatte
immer wieder Schwierigkeiten ihn zu schlagen. Aber es hat so Spaß gemacht! Bitte, Nii-san! Kann er nicht
bleiben?“ Kaiba hörte sich den Redeschwall des Jüngeren an, bevor er seinen
Kopf hob und zu dem Blonden blickte, der sich bei Mokubas Flucht zur Zimmertür
verwundert mit umgewandt hatte, nur um den Hausherren persönlich zu erblicken.

Ein kleiner Schock. Er hatte ja eigentlich weg sein wollen,
bevor Kaiba nach Hause kam. Das war wohl gründlich schief gegangen.

Irgendwie schien der Blonde leicht nervös. Klar, er hatte
ihn eindeutig nicht erwartet und fragte sich sicher wieso er ihn noch nicht
hinausgeschmissen hatte. Vor allem nicht gleich am Morgen. Aber er selbst hätte
nie gedacht, dass Joey freiwillig länger hier bleiben würde, als bis nach dem
Frühstück. Und Kaiba wusste nicht einmal ob er das gut heißen sollte.

„Ahaha… Sorry. Wir haben wohl etwas die Zeit vergessen.“
Verlegen führte Joey seine Hand zu seinem Hinterkopf als er mehr gekünstelt als
wirklich ehrlich auflachte und wich dabei Kaibas, wie immer durchdringenden,
Blick aus. Doch auch wenn dieser hier nun stand, er würde ihm zuvorkommen!
Hinausschmeißen ließ er sich sicher nicht! Vor allem nicht vor Mokuba.

„Ich geh dann wohl mal besser. Hol nur schnell meine
Sachen.“ Mit diesen Worten war er auch schon an den Kaiba Brüdern
vorbeigestürmt und begab sich eilig die Treppen zu Setos Schlafzimmer hinauf,
um nach seinen Schuhen, seiner Jacke und seiner Schultasche zu suchen.

Er hörte noch wie Mokuba ihm hinterher rief, wohl, weil er
bleiben sollte, aber das würde Kaiba sicher nicht zulassen. Wieso auch? Das
wäre ja beinah so als wären sie Freunde oder so.

Gut, bei Mokuba und ihm war dies vielleicht so, doch mit
Kaiba… Joey schüttelte den Kopf. Das war eine Bettgeschichte und keiner von
ihnen hatte wohl Interesse daran etwas zu ändern oder gar auszuweiten.

Obwohl… War das mit heute nicht schon geschehen?

Joey seufzte, als er sich in dem großen Schlafzimmer nach
seinen Sachen umblickte, seine Schuhe schließlich fand und sich auf dem Bett
niederließ, um sie anzuziehen.

„Scheinst es ja sehr eilig zu haben. Wartet zu Hause dein
Fresschen auf dich? Oh, ich vergaß. Ein Streuner hat nicht wirklich ein
Zuhause. Musst du dann vielleicht dein Revier verteidigen gehen?“ Joey horchte
erschrocken auf als er Kaibas tiefe Stimme im Zimmer vernahm und ließ
überrascht einen Schuh fallen, nur um zu dem Brünetten aufzublicken, der kurz
darauf vor ihm stand.

Wieso war er ihm gefolgt? Wollte er ihn doch selbst hinaus
schmeißen? Und wieso verdammt hatte er ihn nicht einmal kommen hören?

„Ich wüsste nicht was dich das angeht! Abgesehen davon
überwachst du mich doch sowieso. Dann weißt du wahrscheinlich besser als ich,
was ich tue!“ Wieso verdammt musste er ihn immer mit einem Hund vergleichen?!

Joey spürte, wie die Wut in ihm hochstieg. Die kleine
Dankbarkeit für den Luxus den Tag war so gut wie verflogen. Kaiba würde sich
nie ändern!

Am Liebsten hätte Kaiba den Blonden sofort hinausbefördern
lassen, doch dazu war es leider zu spät. Er hatte Mokuba bereits versprochen
seinen neuen Freund zum Bleiben zu überreden. Wieso ausgerechnet Wheeler?
Konnte sich sein kleiner Bruder nicht jemand anderen aussuchen?

Kaiba seufzte innerlich, bevor er sich auch schon über Joey
beugte, eines seiner Handgelenke ergriff, dieses nach hinten drückte und den
Blonden regelrecht auf dem Bett fest pinnte. Eine Geste, die Joey eigentlich
gewohnt war. Nur nicht in diesem Moment. Erstens wohl, weil es mitten am Tag
war und zweitens, weil er eigentlich hatte gehen wollen.

„Was…?“ Joey kam nicht dazu seinen Satz weiter auszuführen.

„Du gehst jetzt erst einmal duschen, damit du mir beim
Abendessen nicht den Appetit verdirbst und danach sehe ich weiter, was ich mit
dir mache.“ Kaiba begann zu grinsen, als sich Joeys Augen bei diesen
befehlenden Worten auch schon verengten und er wütend zurück in die blauen
Augen starrte.

„Ich bin nicht dein Eigentum! Und wenn ich gehen will, dann
gehe ich! Wieso sollte ich hier bleiben? Ich bin schließlich nicht irgendeiner
deiner Angestellten!“ Joey versuchte sein Handgelenk zu befreien, leider ohne
Erfolg.

„Weil ich es sage und wenn du Bezahlung willst, darüber
ließe sich reden.“ Kaiba hob eine Augenbraun und ließ den Blonden nach seiner
Zappellei gehen um sich wieder aufzurichten.

„Du hast kein Recht mich hier festzuhalten!“

„Nein. Aber die Möglichkeiten.“ Joey fuhr vom Bett auf und
packte seinen Gegenüber beim Kragen. Das war doch wirklich die Höhe! Er war
doch nicht Kaibas persönlicher Stricher oder so etwas!

„Dein Geld kannst du dir sonst wohin stecken! Ich komme und
gehe, wenn es mir passt! Und wenn du damit nicht klar kommst, such dir einen
anderen Hintern!“ Kaibas Lippen umspielte ein Grinsen, als er erneut das
Handgelenk des Anderen ergriff und es von seinem Shirt löste.

Er liebte es, wenn der Blonde so in Fahrt war. Das machte
ihm selbst nicht nur unglaublichen Spaß, nein, es steigerte auch seine Lust auf
den Körper des Anderen.

„Aber dein Hintern passt so gut.“ Er hatte seinen Griff genutzt,
um Joey dicht zu sich heranzuziehen, als er ihm auch schon diese Worte ins Ohr
flüsterte.

Einen Augenblick später jedoch, ohne eine Gelegenheit für
Joey zu reagieren, hatte er ihn auch schon wieder von sich gestoßen, so dass
der Blonde auf dem Bett landete.

„Wie auch immer. Wie viel willst du?“ Sein Blick war erneut
ernst und durchdringend. Sein Lächeln verschwunden.

Joey glaubte seinen Ohren nicht zu trauen. Allein weil ihn
diese unterschiedlichen Inhalte der Sätze dermaßen verwirrten, dass er nicht
wusste ob er rot wurde, weil es ihm peinlich war oder weil Kaiba ihn nur noch
wütender machte.

„Wie viel? Was soll der Mist?!“ Kaiba bot ihm nicht wirklich
Geld als würde er ihn zu seinem Angestellten machen?! Das war ja wohl die Höhe!
Damit nahm er sich nur das Recht ihm wirklich zu sagen, wann er für IHN zu
kommen und von ihm zu gehen hatte!

„Na schön. 20.000 müssten reichen. Du bleibst bis Sonntag
Abend hier, darfst dich im Haus frei bewegen und tust gefälligst was Mokuba
will.“ Kaiba wandte seinen Blick ab als er zum anderen Ende des Raumes wanderte
und eine Tür öffnete, die in einen begehbaren Kleiderschrank führte.

Joey erhob sich derweil und blickte ihm hinterher. Seine Wut
war beinah komplett verflogen als er verstand warum Kaiba dies tat. Für Mokuba?
Hatte der Kleine wirklich so viel Einfluss auf seinen großen Bruder, dass er
sogar damit lebte, dass er hier noch bis morgen Abend blieb? Unglaublich.

Langsam folgte er dem Anderen und als dieser wieder aus dem
Schrank kam, vertrat er ihm den Weg und blickte ihn heraufordernd und grinsend
an.

„Nur auf Mokuba? Das heißt du hast mir nichts zu sagen.“
Joey war sich seiner Sache für einen Augenblick eindeutig zu sicher gewesen.
Denn kaum hatte er seinen Satz beendet als Kaiba ebenfalls wieder zu grinsen
begann und mit einer Hand sein Kinn anhob, um ihn näher zu sich zu ziehen.

„Versuch dich mir zu widersetzen und du kannst dich heute
Nacht zu den Wachhunden nach draußen gesellen, wo du eigentlich auch
hingehörst. Falls du allerdings ein braves Hündchen bist, könnte die Nacht
wesentlich angenehmer für dich verlaufen.“

Joeys Blick war überrascht als er die blauen Augen so dicht
vor seinem Gesicht traf, was ihm gar nicht gefiel! Er hasste es, wenn Kaiba ihn
dermaßen überraschte. Das sah nur aus als wäre er ihm nicht gewachsen und das
war ja wohl nicht der Fall!

Eilig drückte er sich selbst von dem Größeren weg und
blickte ihn wütend an. Es war beinah so gewesen als hätte ihn Kaiba küssen
wollen. Oder war das nur seine Einbildung gewesen?

Unweigerlich fiel Joeys Blick auf die Lippen des Anderen. Es
war nur einmal geschehen…

Schade? Nein! Natürlich nicht! Es war gut so! Und so würde
es auch bleiben! Nur weil sich Kaiba weiß Gott was darauf einbildete, dass er
jetzt blieb, hieß das nicht, dass sich irgendetwas ändern würde.

Er wandte sich eilig ab, als er auch schon sein T-Shirt
abstreifte und dieses achtlos auf den Boden warf.

„Du solltest deinen kleinen Bruder nicht als Vorwand
benutzen, nur weil du selbst Befriedigung brauchst. Du hättest auch einfach
fragen können, ob ich bis heute Abend bleibe.“ Kaiba horchte auf als er diese
Worte vernahm und Joey ohne ein weiteres Wort oder eine Antwort abzuwarten, im
Bad verschwand.

Der Brünette blickte ihm nach ohne sich von der Stelle zu
rühren. Hatte Wheeler den Nagel auf den Kopf getroffen? Tat er das, weil er ihn
heute Abend für sich wollte? Nein. Dann hätte er ihn heute Nacht nämlich sicher
einfach wieder hinausgeworfen. Doch er sollte bis morgen Abend bleiben.

Gut, dass er bei ihm schlafen würde war ja nur von Vorteil.
Und Wheeler konnte ihm nicht erzählen, dass er nicht auch wollte. Abgesehen
davon… ob es dem Blonden nun gefiel oder nicht… er hörte bereits besser auf
ihn, als er erwartet hatte und als sich dieser wohl wirklich eingestehen wollte.
Was Kaiba sofort wieder sein Grinsen ins Gesicht zauberte.

 

Fortsetzung folgt~